Evangelos Papadopoulos | Installation

April/Mai 2010
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Da die Installationen zwar materiell an die Räume, in denen sie sich befinden, gebunden sind, ihnen zugleich aber drastisch widersprechen, indem sie diese funktional außer Kraft setzen und gewissermaßen mit ihrem Anderen (Emotionalität statt Funktion, Fantasie statt Normalität, usw.) konfrontieren, gewinnen Papadopoulos’ Arbeiten eine geradezu halluzinatorische Kraft, sie beschwören ein Potenzial von emotional geladener Raumenergie, die sich nicht auf den Begriff bringen lässt. Diese Arbeiten sind viel zu vielschichtig, zu aspektreich, als dass sie sich mit einfachen Beschreibungskategorien erfassen ließen. In diesem Sinne sind sie zunächst Erfahrungsskulpturen. In der Betrachtung dieser Arbeiten, die sich sinnvoll nur in der Bewegung abspielen kann, im Erleben und Erfahren des installativ veränderten Raumes, erschließt sich das sanft utopische Potenzial dieser Arbeiten: Der Traum der Skulptur zeigt sich in Papadopoulos Installationen als eine erweiterte Wahrnehmung und imaginäre Belebung von Alltagsräumen.
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Auszug aus der Eröffnungsrede von Dr. Peter Lodermeyer, Bonn

Evangelos Papadopoulos