Gabriele Undine Meyer | Hazy Days | Fotografische Arbeiten

Februar/März 2009
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Die Fotografie ist seit ihren Anfängen ein Medium der Verdopplung. Ein Foto erzeugt ein Bild und damit eine Idee seiner Reproduzierbarkeit. Die Fotografien von Gabriele Undine Meyer spielen nun mit einer dritten, zusätzliche Idee – nämlich wie sich Bilder buchstäblich aus Zeitschichten aufbauen. Es entsteht eine gegenwärtig entstehende Zeit.
Ihre Fotografien steigern unsere alltägliche Zeiterfahrung, indem sie Bildräume multipliziert. Sie erschafft nicht nur Welten im Bild, sondern Differenzen zwischen Bruchstücken als Bild. Wer wie Gabriele Undine Meyer fotografiert, versucht, den Lauf der Zeit in paradoxer Weise umzukehren. Sie verdoppelt die Welt und ihre Zeit in einem Bild, dessen Oberfläche an viele und sehr unterschiedliche Zeiten erinnert.
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Auszug aus der Eröffnungsrede von Dr. Michael Kröger, MARTa Herford

Gabriele Undine Meyer