Gabriele Undine Meyer | Inside Out | Installation und Beteiligungsprojekt

September/Oktober 2016

... Mit „Inside Out“ rückt sie die eigene Familiengeschichte erneut ins Zentrum und kehrt wortwörtlich das Innerste nach Außen, indem sie zunächst den Nachlass ihrer Mutter verarbeitet und sich dann mit ihren eigenen Erinnerungen auseinandersetzt. Im einheitlichen Format einer Schublade hat Meyer eine Form gefunden, um aus verschiedenen Materialien dreidimensionale Bilder zu schaffen. (...)
So wie Medaillons dazu dienen, den Liebsten oder die Liebste stets bei sich zu tragen, so eignen sich die Schubladen ideal dazu, dieses „Familienportrait“ nicht nur wie eine Art Guckkasten mit Deckel in der Galerie zu präsentieren, sondern auch an anderen Orten zu zeigen. Über zwanzig Wohnungen in der Nachbarschaft der Galerie GUM dienen als erweiterter Ausstellungsraum. Die Gastgeber wählten jeweils ihr persönliches Exponat aus und empfangen die Gäste in ihren Privaträumen zur gemeinsamen Betrachtung. Wenn ein Besucher den Deckel lüftet, offenbart sich darunter eine Welt der Miniaturen, lustige aber auch poetische und nachdenkliche Bilder.
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Auszüge aus der Rede von Friederike Fast, Kuratorin im Marta Herford