Lukas Schoenfeld | schon gesehen? | Malerei

Oktober 2014

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Westliche Kulturgeschichte, die wir in unserem Gedächtnis tragen, wird durch seine Bilder abgerufen. Die Bilder Schoenfelds regen unser kollektives Bildgedächtnis an. Wir sehen reine Formen und Silhouetten, trotzdem sind die Verweise verblüffend eindeutig. Zwei fast monochrome schwarzblaue Gemälde mit dem Titel "Eins der letzten möglichen Blumengemälde #1 und #2" lassen sofort die gelben Blumen Van Goghs vor unserem imaginierten Auge erscheinen. Der Künstler hat es hier zu einer 'Begegnung' von Ad Reinhardt und Vincent van Gogh kommen lassen.
Die persönliche Involviertheit Lukas Schoenfelds, wird uns durch das Selbstportrait vor Augen geführt, welches Bezug nimmt auf das Gemälde Gustave Courbets „Der Verzweifelte“, das wiederum ein Selbstbildnis des Malers ist. Hier verdeutlicht sich die Verschachtelung von Schoenfelds Herangehensweise. Seine Bilder reflektieren unseren Blick zurück, auf das, was wir „schon gesehen“ haben.
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Auszug aus der Eröffnungsrede von Sarah Pedde

Fotos: G.U.Meyer