SUVAT | Black Box | Malerei

November/Dezember 2009
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Er zeigt Settings von menschlichen Figuren im Raum. Häufig wirkt der Raum wie eine Bühne, auf der die Figuren in unterschiedlichen Konstellationen gruppiert sind. Die Figuren sind eher stereotyp, eine spezifische Individualität ist kaum erkennbar. Sekundäre Geschlechterkennzeichen (wie Anzug oder Kostüm) geben sie als Mann oder Frau zu erkennen, aber weitere Einordnungen in Ethnie oder gar personalen Charakter sind selten möglich. Tiere und Gegenstände tauchen auf, eingebunden in Gesten und Handlungen des Personals.
Spannung entsteht durch die Verhältnisse der Figuren im Raum, der nur durch wenige dünne gerade Linien in eine Art „vorne“ oder „hinten“, „drinnen oder draußen“ strukturiert wird. Raumstrukturen, Raumpositionen, Körperhaltungen und Gesten stellen Verhältnisse her.
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Auszug aus der Eröffnungsrede von Prof. Dr. Benedikt Sturzenhecker, Universität Hamburg